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Interessante Spiele - die sich am Tisch wirklich so ereigneten

Last update: Sonntag, 11 Januar 2009 13:45

Hier finden Sie technisch interessante Spiele, die ich ab 2001 miterleben durfte (nur wenn ich Lust und Zeit habe beschreibe ich welche):

Squeeze im Bridge Corner

Eine schöne Nord-Süd-Hand vom Samstagsturnier des Bridge Corner Zürich (27.12.2008, Dealer Ost, NS gefährlich): Die meisten Paare spielten „4 ♠“, wenige „6 “, der richtige Kontrakt ist 6 NT:

                                   ♠ 8754

                                   Q75

                                   -

♠ 96                             ♣ AQJ1054                   ♠ QJ3                          

J108                                                             96432                                  

10743                                                           KJ965

♣7632                          ♠ AK102                       ♣ -

                                   AK

                                   AQ82

                                   ♣ K98

Natürliches Bridge                                „Zass“ (Viking Precision Club mod.)

                        2 (Gameforcing)                                                         1 ♣ (16+)

2 ♠       -           2 NT                             2 ♣ (5+ ♣, 8+ HP)         -           2 (Relais)

3 ♣       -           3 ♠                               2 ♠ (4er-♠)                     -           2 NT (Relais)

5        -           5                                3 ♣ (8-11 HP)                -           3 (Relais)

5 NT     -           6 ♣                               3 (6+ ♣)                     -           3 ♠ (Relais)      

6 ♠       -           pass                          4 (4-3-0-6)                  -           4 ♠ (Relais)

                                                           4 NT (1 Ass)               -           5 (Relais)

5 (kein König)          -           5 NT (Relais)

                                                           6 NT (Damen + ♣)  -           pass

Im natürlichen Bridge zeigt 2 ein Ass mit Zusatzwerten, 5 ist Exclusion Blackwood und man landet wohl in 6 ♠, nachdem man das Fehlen der Pik Dame festgestellt hat. Andere Wege mögen zu 6 NT führen. Besser fährt man mit einem künstlichen System wie „Viking Precision Club“: Bei 6 NT kennt man des Antwortenden Verteilung und kennt das ♣ Ass und die beiden Damen. Man weiss, dass 7 NT nur geht, wenn der Karo Impass sitzt oder ein Squeeze möglich ist. Mangels Pik Dame ist die Ansage des Grossen Schlemms ausgeschlossen. Gegen dies 6 NT griff die Spielerin im Osten mit Karo an, so dass ich gleich 13 Stiche hatte („geclaimt“ bevor meine Partnerin auf den Tisch gelegt hatte). Spannender aber das Spiel ohne Angriff Karo – sehen sie den halben „Vienna Cup“ (halb weil nur eine Seite im Squeeze ist)? Beispielsweise bei Herz Angriff kassieren sie Ass und König Herz, dann das Pik Ass gefolgt vom Karo Ass und nun spielen sie fünf Treffrunden und behalten Pik K10 sowie die Karo Dame. Beim spielen der sechsten Treff-Karte zum elften Stich ist Ost im Squezze: Er besitzt noch Pik Dame und Bube sowie den König in Karo und muss abwerfen. Wirft er Pik schmeissen sie Karo und nehmen die beiden restlichen Pikstiche, wirft er Karo König geben sie die Pik 10 zu und haben ebenfalls 13 Stiche.  

Crans Montana 4.8.2007

Eine schöne Ost-West-Hand aus Crans Montana (4.8.2007, Dealer rechts, EW gefährlich): Die meisten Paare spielten „6 Ohne“, wenige „6 “ oder gar keinen Schlemm:

KQJ2

 

A4

AKQ8

 

J52

Q963

 

AK74

5

 

A852

 

Natürliches Bridge                    Viking Precision Club

                        1 NT (15-17)                             1 NT (14-16)

2 ♣       -           2                    2 *1    -           2 NT (keine 4er-EF, keine 5er-UF)

4        -           4 ♠                   3 ♣*1    -           3 (2-3-4-4)

4 NT     -           5                    3 ♠*1    -           4 ♣ (3 oder 0 Asse)

7        -           pass                4 *1    -           4 (1 König)

                                               4 NT*1  -         5 (es ist der König)

                                               5 *1    -           5 ♠ (keine Dame)

                                               5 NT*1 -           6 (ein Bube)

                                               6 *1   -           7 ♣ (es ist der Bube)

                                               7 NT (13 Stiche von oben)

Im natürlichen Bridge sollte man mit „4 “ Schlemminteresse mit einer 4er- zeigen, der Cue-bid bestätigt den Fit, es folgt Roman Key Card Blackwood (Antwort 4 der 5 Asse), damit findet man „7 , den Herz Buben (notwendig für „7 NT“) kann man nicht heraus finden; dies ist in Viking Precision Club möglich (1* = Relais): Nach dem Erfragen der Verteilung fragt man gezielt die Schlüsselkarten ab und findet den für „7 NT“ nötigen Buben in Herz.

 

 Yverdon Paarturnier 24.2.2007

 

 

 

System „Zass“

 

„5er-Edelfarben“

ª KQJ4

ª A76

 

1 NT    -           2 ¨

 

1        -           1

© J92

© A10753

 

2        -           2 NT

 

1 ♠       -           2 ♣

¨ K107

¨ A6

 

3       -           3 ♠

 

2 ©      -           2 ♠

§ Q64

§ AK5

 

4 ♣      -           4

 

3        -           4 ♣

 

 

 

5 ¨      -           5

 

4 ♠       -           4 NT

 

 

 

6 ♣      -           6 NT

 

5 §      -           5 ¨

 

 

 

pass

 

5      -           5 ♠

 

 

 

 

 

6        -           6

 

 

 

 

 

pass

 (Quelle der Hand: Yverdon Paartunrier, 24.2.2007, 2. Sitzung Hand 24)

„1 NT“ zeigt ungefährlich ein ausgeglichen verteiltes Blatt mit 10-12 HP. „2 “ ist Relais und forciert, zum vollen Spiel, „2 ♠“ zeigt eine 4er-♠, „2 NT“ ist Relais, „3 “ zeigt die exakte Verteilung (4-3-3-3). „3 ♠“ erfragt die Asse, „4 ♣“ verneint den Besitz eines Asses, „4 “ fragt nach den Königen, „5 “ zeigt zwei, und zwar entweder in Pik und Karo oder in Herz und Treff – da der Spieler rechts den Treff König hat, kennt er also die Könige in Pik und Karo. Aber der Partner muss nun noch weitere 4 bis 6 HP haben, hat er zwei Damen, sind die Chancen für den Schlemm gegeben. Also fragt man mit „5 “ nach den Damen und spielt „5 NT“, wenn der Eröffner keine (= „5 ♠“) oder eine Dame (= „ 5 NT“) hat. Nach „6 ♣“ kennt man zwei Damen, und zwar die schwarzen oder die roten. Aufgrund der gesammelten Informationen sieht man, dass die Chancen für „6 “ und „6 NT“ identisch sind (auch den Herz Buben braucht es bei beiden Endkontrakten), weshalb man mit „6 NT“ abschliesst. In Yverdon war dies ein Score von 81% wert, die Mehrheit der Paare spielte „6 “.

 

Rutgers Cup 9.2.2007

Sie halten folgendes Blatt: ♠ K75 K762 A7 ♣ KJ53  und die Gegner erreichen nach folgendem Lizit den Endkontrakt von „4 ♠“:

1 ♣ - 1 ♠

2 ♠ - 4 ♠       alle pass

Da offensichtlich ist, dass der Partner nicht mehr allzu viel haben kann suchen Sie ein passives Ausspiel, sicher aber nicht Trumpf (das ist gegen ein Vollspiel oft schlecht). Also beginnen Sie mit Karo As und sehen folgenden Tisch (Partner bedient mit Karo 2):

♠ QJ63                                  

♥ Q10

♦ Q3

♣ A872                      

                       

                        ♠ K75

                        ♥ K762

                        ♦ A7

                        ♣ KJ53

Was spielen Sie? Sie sehen drei Stiche (Karo As, Pik und Treff König). Sie wissen, dass der Handspieler das As in Herz und KJx in Karo hat (den Partners 2 verneint Werte und zeigt 5 Karten). Also verschwindet ein Herz auf ein Karo …. Ausser? Was spielen Sie?

Klein Herz in der Hoffnung, den Buben beim Partner zu finden. Der Handspieler wird Sie nie auf den König spielen und die 10 in der Hoffnung, den König zu forcieren, legen. Genau dies geschah: Herz 10, Bube beim Partner, As beim Handspieler. Nun kassierte der Alleinspieler den Karo König und spielte den Buben weiter, um ein Herz weg zu werfen – aber da kommt schon der Schnapper – und damit der Faller? Alles Theorie? Nein, so gespielt von Jörg Zinsli in der ersten Qualifikationsrunde vom Rutgerscup 2007.

 

 So funktioniert das System "Zass" - hier voll angelehnt an "The Viking Precision Club"

 

 

System „Zass“

ª AK732

ª QJ109

1 ♠       -           1 NT

© Q10642

© -

2 ♣      -           2

¨ J

¨ AK63

2      -           2 ♠

§ A3

§ J8542

3        -           3 ♠

 

 

4 ♣      -           4

 

 

4 ♠       -           4 NT

 

 

5        -           5 ♠

 

 

6 ♠       -           pass

(Quelle der Hand: Dienstagsturnier Center Zürich 2.1.2007)

Eine schöne Hand aus einem Klubturnier in Zürich, bei dem ausser uns niemand diesen schönen Schlemm fand. Bei „Zass“ beginnt der Antwortende die Verteilung zu erforschen mit „1 NT“. „2 ♣“ zeigt (13)14-15 HP, es folgt das Relais „2 “,  „2 “ zeigt eine ausgeglichene Hand mit 5 Pik oder 5-5 in den Edelfarben oder eine 4er- sowie 5+ Karten in ♠. Nach dem Relais von „2 ♠“ zeigt „3 “ 5-5 in den Edelfarben. Nun könnte man mit „3 “ die restliche Verteilung und später die Schlüsselkarten abfragen, dies hilft wegen der Chicane Herz aber nicht weiter. Also zeigt man mit „3 ♠“, dass man Pik als Trumpf spielen möchte und Cue-bids hören will. „4 ♣“ und „4 “ sind Cue-bids, und nun kommt „4 ♠“, womit man weiss, dass nicht As oder König in der Farbe der Chicane Herz sind. Also geht es weiter mit dem Roman Key-Card-Blackwood, „5 “ zeigt 0 oder 3 Asse, worauf man „5 ♠“ lizitiert, falls der Partner null Asse hat – dieser hebt in der Folge auf 6. Ein sehr guter Schlemm ausser bei Angriff Pik, welches man an unserem Tisch leider fand. Da aber die Herz 4-4 lagen, ist der Schlemm dennoch unverlierbar.

Investition in Bietsysteme lohnen sich

Die folgende Hand stammt aus der 16 Runde (Hand 13) der Team-Europameisterschaft Open in Warschau 2006 und zeigt den Wert künstlicher Systeme auf, obwohl für einmal auch mit diesen der Grossschlemm nicht gefunden werden kann. Aber wenigsten erreicht man problemlos "6 ♣“. 13 Stiche in „7 ♣“ sind aufgelegt und kein einziges Paar hat diesen Grossschlemm lizitiert. 18 mal wurde „6 ♣“ gespielt, 14 mal „5 ♣“ (davon einmal im Kontra und einmal im Rekontra). 

 

 

 

System „Zass“

System “Precision”

Natürliches System

ª -

ª 1075

 

2 §      -           2 ¨

2 §      -           2 ¨

1 §      -           1

© 106

© AQJ

 

3 ♣      -           3

3 ♣      -           3

2 ♣      -           2 /NT

¨ KQ5

¨ A10932

 

4 ♠       -           4 NT

3 NT    -           4 ♣

3 ♣      -           5 ♣

§ AJ1098732

§ K6

 

5 ♣      -           5

4 ♣      -           5 ♠

pass

 

 

 

5       -           6 ♣

6 ♣      -           pass

 

 

 

 

pass

 

 

Bei „Zass“ (welches hier auf "The Viking Precision club" basiert) zeigt „3 ♣“ nach dem Relais von „2 “ eine schwache Eröffnung mit 6+ Karten in Treff, „4 ♠“ nach dem Relais von „3 “ ein Blatt der Verteilung 0-3-3-7. Die Chicane ist zwingend, bei einer 8er-♣ kann eine Karte in einer der roten Farben fehlen. „4 NT“ ist Crash“ und man erfährt nun der Reihe nach das Ass in Treff („5 ♣“) und einen roten König („5 “). Mit dem Super-Relais von „5 NT“ könnte man erfahren, dass es sich um den Karo König handelt (Antwort „6 “) . Danach würde man folgende Überlegungen anstellen: Man kennt  erst 7 Figurenpunkte und der Partner hat eröffnet. Es wäre also risikolos, sich noch nach den Damen zu erkunden oder gleich „7 ♣“ zu bieten – denn ohne die Dame in Karo ist eine Eröffnung undenkbar. Und wenn die Dame in Treff fehlt, ist es sogar sehr wahrscheinlich, dass es sich um eine 8er-Treff handelt, denn sonst hätte man wohl eher mit „3 ♣“ barragiert. Also würde man „7 ♣“ bieten. Doch leider ist es zu gefährlich, den Super-Relais zu machen, denn hat der Eröffner den König in Herz, hört man „6 “ und wäre zu hoch. Daher minimiert man das Risiko und bietet „6 ♣“. Bei „Precision“ ist „2 “ ebenfalls ein Relais und „3 ♣“ zeigt ebenfalls 6+ Karten in Treff sowie Stopper in einer Nebenfarbe. „3 “ erkundigt sich nach diesem Stopper und „3 NT“ zeigt einen Stopper in Karo. Also fehlt ein Stopper in Pik. „4 ♣“ ist Roman Key Card Blackwood mit Treff als Trumpf und „4 “ zeigt eines von fünf Assen zeigen und eine Chicane in Pik, aber woher 13 Stiche kommen könnten kann sich der Antwortende wohl kaum mehr vorstellen, also schliesst er mit „6 ♣“ ab. Noch schwerer hat man es in einem System „5 Card major“, überhaupt den kleinen Schlemm zu erreichen, kein Wunder ist dies der schweizerischen Paarung, welche „Majeures cinquième“ spielen, nicht gelungen.

"Honneur sur Honneur" - nicht immer

Eine interessante Hand durfte ich an einem Turnier beim BC Oberland am 3. August 2004 als im Süden sitzender Turnierteilnehmer spielen  auch wenn das Resultat nicht gerade zu dem gehört, was ich mir persönlich w|nsche. Doch schauen wir uns das Ganze doch mal an:

Pik J10

Herz 85

Karo AKQJ52

Treff 752

 

Das Lizit:

 

 

West        Nord             Ost         Süd 

1 Treff     1 Karo           1 Herz    1 Pik

2 Herz      pass               pass       2 Pik

pass         pass               3 Herz    3 Pik

pass         pass               pass

 

 

Ausspiel:

Klein Herz zum As bei Ost, Herz zurück zur Dame bei West, dort wird auf Karo gewechselt, Sie nehmen das As, und spielen den * Buben, klein bei Ost, klein in der Hand und klein bei West.

Pik AQ6542

Herz 942

Karo 7

Treff K64

 

Analyse:

Nun wissen Sie, dass Ost mit dem König zu zweit oder dritt nicht die Figur gelegt hat - statt 10 Stiche machen Sie nur 8, falls die Karo nicht  3-3 sind oder nach einem allfälligen Schnapper in Karo die Pik anschliessend nicht 1-1 liegen.

Sie spielen also Karo König, beide bedienen, und Sie werfen ein Treff ab. Karo Dame - Herz weg - leider bei West geschnappt. Treff As wird nun kassiert und Treff weiter zu Ihrem König gespielt. Ihre letzte Hoffnung ist nun, dass die Pik jetzt 1-1 verteilt sind und der König fällt, aber weit gefehlt: Auf Ihr Pik As wirft West ab - und Sie sind gefallen: Sie gaben 2 Herz-Stiche, das Treff As, den Pik König und einen Karo-Schnapper ab. An den anderen Tischen waren 10 Stiche das Minimum.

Schön gespielt - meine (mir unbekannten) Damen. Die ganze Verteilung:

 

J10

85

AKQJ52

752

 

73

KQ103

73

AQJ103

 

K98

AJ76

10984

98

 

AQ6542

942

6

K64

 

 

TÄUFLISCHES PAARTURNIER

Paarturniere können brutal sein. Dies zeigt folgende Hand des Paarturniers von Lausanne vom 15. Mai 2004. Sie spielen "4 Herz", nachdem der Gegner nach der Eröffnung "1 Treff" links und der Ansage von "1 Herz" mit "2 Pik" interveniert hatte.

Pik 984

Herz KJ5

Karo 1053

Treff ADJ7

Pik Q5

Herz AQ1087

Karo AQ94

Treff K2

Der Gegner greift mit Pik As an, gefolgt von Pik König und dem Pik Buben (der andere Gegner wirft ein Treff ab). Wie spielen Sie?

Im Paarturnier werden Sie wohl schnappen, klein Trumpf zum Buben spielen - doch oh Schreck, der Intervenierende bedient nicht mit Trumpf. Nun werden Sie (wie ich beim Turnier) chancenlos einmal fallen und nur noch 40% schreiben. Wie schön ist doch das Teamspiel, da gewinnt man immer. Sehen Sie wie? Man darf nur die dritte Pikrunde nicht schnappen und hat 10 Stiche (da man nun die fünf Trümpfe des Gegners ziehen kann) .... doch wer verzichtet schon im Paarturnier freiwillig auf 11 mögliche Stiche ....

DOUBLE DUMMY PROBLEM

Ein schönes Double Dummy Problem hat uns Urs Matter mitgebracht. Versuchen Sie es zu lösen und schreiben Sie Ihren Kommentar in unser Forum!

  7654     Pik ist die Trumpffarbe
  -      
  AK     S|d ist am Stich
  K83      
J32   1098    
-   J8    
J109   2    
J109   765    
  AKQ      
  109     Ziel: 8 der 9 Stiche
  Q543      
  -      

 

Schenkt der Partner beim Ausspiel einen Stich - doppeln Sie nicht gleich nach ...

Der Gegner spielt "4 Herz" und Ihr Partner spielt die Karo 3 (dritte/fünfte) aus.

Karo A102

Tisch

  Was geben Sie zu, wenn am Dummy die zwei gewählt wird?
Karo J74

Sie

 

Zuerst sind sie unglücklich über das Ausspiel, denn der Partner hat den König oder die Dame zu dritt (oder zu fünft). Sie ärgern sich, denn das Ausspiel ist unglücklich, es schenkt gleich einen Stich. Geben Sie nun aber nicht einfach den Buben bei. Der wird beispielsweise mit der Dame genommen, ein folgender Impass sichert dem Alleinspieler alle Karo-Stiche - Sie haben den zweiten Stich geschenkt. Geben Sie klein (= die 7) und lassen Sie den Gegner die Farbe spielen, es gibt keinen Weg für ihn, Ihnen wenigsten einen Stich zu überlassen - denken Sie die Situation durch (stammt aus dem Turnier im Zürichsee-Bridgeklub vom 12.8.02).

 

Stiche zählen ist das A und O

Beim Center-Clubturnier vom 31. Januar 2002 erreichte Ost-West mit folgendem Blatt 4 Herz:

Pik A752                                        Pik K3

Herz Q32                                        Herz AKJ104

Karo A62                                        Karo 8543

Treff A42                                         Treff 85

Erstaunlich ist, dass (ausser mir) niemand 10 Stiche gewonnen hat. Unsere armen Gegner wurden damit ohne eigenes Verschulden mit einem absoluten Nuller bestraft. Das heisst, eine Möglichkeit hdtte es gegeben, dies zu verhindern, nämlich mit einem Trumpfausspiel (gefolgt von Trumpf wann immer der Gegner die Chance hat). Doch dem Boardzettel kann entnommen werden, das dieser sehr gute Angriff nur einem Teilnehmer geglückt ist.

Wie spielt man diese Hand? Man hat 9 Stiche von oben, 2 in Pik, 5 in Herz, je einen in Karo und Treff. Wo soll der zehnte Stich herkommen? Pik und Treff in der Hand zu schnappen bringt nichts. Doch die Karofarbe bietet Potential. Die Farbe kann z.B. bei den Gegnern 3-3 verteilt sein (36% Chance), so dass die vierte Karte hoch wird. Oder man schnappt einfach die vierte Karte mit der Herz Dame. Dies geht aber nur, wenn man nicht zuerst die Trümpfe zieht (daher ist auch der Trumpfangriff hier erfolgreich). man nimmt also den z.B. ausgespielten Treff König und spielt Karo As und Karo. Der Gegner oben gewinnt (und welch Überraschung: der Spieler unten war Singleton Karo, mit klein Karo zu starten wäre also fatal). Nun spielt der Gegner sinnvollerweise Trumpf, gewonnen rechts, gefolgt von einem weiteren Karo. Der Gegner spielt wieder Trumpf (gewonnen rechts) und nun schnappt man Karo mit der Herz Dame - der zehnte Stich ist geboren. Nun geht man mit Pik nach rechts und zieht den letzten Trumpf des Gegners.

Ein Squezze - Vienna-Cup

Am 13.1.2001 spielte ich mit meiner Frau Marie-Louise beim Festival Suisse in Fribourg. Irgendwann zog ich folgendes Blatt:

Pik KJxx - Herz J10xx - Karo Q8 - Treff AQ10

In unserem System (5er-Edelfarben, besser Unterfarbe) eröffnet man eigentlich "1 Treff", aber ich entschied mich, "1 Karo" zu lizitieren um allenfalls ein Karo-Ausspiel zu vermeiden.

Die links sitzende Gegnerin intervenierte mit "1 Pik", Marie-Louise folgte mit 2 Karo, was ein Minimum von f|nf Karo-Karten und 11 HP verspricht, andererseits eine 4er-Herz ausschliesst.

Für mich der richtige Zeitpunkt, das Lizit mit "3 SA" abzuschliessen.

Es folgte Treff-Ausspiel und es erschien folgender Dummy:

Pik A9x - Herz AKx - Karo K97652 - Treff x

Nachdem rechts die Treff 9 zugegeben wurde, gewinnt man den Stich mit der 10.

Nun gilt es sicher, die Karo-Farbe zu nutzen. Die besten Chancen eröffnen sich statistisch, wenn man klein zur Dame spielen kann.

Also geht man mit klein Herz zum Tisch (den Impass kann man später machen) und spielt klein Karo, rechts klein, Dame und - welch positive Nachricht - links die 10.

Man spielt Karo 8, gefolgt vom Buben, dem König und dem As.

Eine kurze Zwischenanalyse: Man hat nun je zwei sichere Stiche in Pik, Herz und Treff sowie 5 in Karo. Das sind 11 Stiche, einen hat man abgegeben.

Es geht also noch darum, wer den letzten ausstehenden Stich gewinnt.

Der Gegner rechts spielt Treff, ein erfolgreicher Impass würde den 12. Stich bringen. Aber das ist aussichtslos, denn nachdem das Karo As rechts war, muss der Treff König links sein, immerhin wurde interveniert.

Man nimmt also Treff As. Eine 50%-Chance wäre auch der Herz-Impass, aber nebst der Tatsache, dass dieser misslungen wäre gibt es eine viel bessere. Sehen Sie sie?

Der Gegner links hatte ursprünglich die Dame zu fünft in Pik und den Treff-König. Ein hübscher Squeeze und eine hundertprozentige Spiellinie.

Man wirft auf Treff As ein Herz ab, zieht Herz König und dreimal Karo und endet wie folgt:

Dummy: Pik A9x / Herz - / Karo 2 / Treff -
Hand: Pik KJ x / Herz - / Karo - / Treff Q
Gegnerin links: Pik Q108 / Herz - / Karo - / Treff K

Man spielt das letzte Karo und wirft ein kleines Pik in der Hand weg; die Gegnerin ist chancenlos: Verabschiedet Sie sich vom Treff König, ist die Dame hoch.

In Realität warf sie Pik, Sie spielen klein Pik zum König, übernehmen den Buben mit dem As und die Pik 9 ist hoch. 12 Stiche gemacht - Saaltop. Eine Art Vienna-Cup, nicht wahr?

Das Lizit einer 3er-Pik - und die Folgen

Am 11.1.2001 spielte ich mit Urs Stutz im Center. Der zum Ausspiel gelangende Gegner zog besass folgendes Blatt:

Pik 5 - Herz J8xxxxx - Karo KQx - Treff Q5

Das Lizit verlief wie folgt (rechts beginnend):

1 Karo - 1 Herz
1 Pik - 2 Treff
2 SA - 4 Pik

Was spielen sie aus? Kaum Pik, oder? Aber bei jedem anderen Ausspiel ist es vorbei. Die Gegnerin spielte den Karo König aus.

Dummy: Pik K8xx / Herz AKQ9x / Karo 7 / Treff J9x
Hand: Pik 10xx / Herz 10 / Karo AJ10xx / Treff AK10x

Karo König wird mit dem As genommen, gefolgt vom Buben (gedeckt und am Tisch geschnappt).

Es folgt klein Treff zu As und König, links fällt die Dame.

Die Karo 10 dient zum Abwurf des Treff Buben (beide bedienen) und es folgt die Herz 10, gedeckt mit dem Buben und der Dame.

Das anschliessend gespielte Herz As wird rechts mit der Pik 7 geschnappt, aber die Pik 10 der Hand rettet den Stich.

Es folgt klein Treff (links wird Herz geworfen), am Tisch geschnappt.

Nun schnappt man rechts den Herz König mit dem Pik Buben (Karo aus der Hand weg), und man spielt Pik As Pik (zum König).

Nun folgt die Herz 10 und rechts kann man sich nicht wehren:

Die Verteidigung hat mit Pik AQJ9x hinter dem König sowie Karo KQ nur drei Stiche gewonnen.

Hätte man kontriert, wäre Pik-Angriff gekommen (ein down) .... aber was wenn der Pik König beim Handspieler ist? "Böser" Jörg, der mal wieder eine 3er-Pik angesagt hat .....

 

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Copyright by Dr. Jörg Zinsli & Marie-Louise Zinsli, Schweiz