Edelfarben Precision
Home Nach oben

 

Home
Nach oben
1 Treff Precision
1 Karo Precision
Edelfarben Precision
1 NT Precision
2 Treff Precision
2 Karo Precision
2 Herz Precision

 

 

Bekannte Spieler CH
Bridge Center Zürich
Bridge Forum
Bridgeerfolge Jörg
Bridge in Zürich
Bridgekonventionen
Bridge-Links
Bridgevereine Schweiz
Do-Turnier Center ZH
Klatsch und Tratsch
Inhaltsverzeichnis
Latest News
Rangliste Schweiz
Resultate Bridge
Turnierkalender CH
Über uns
Unser Hobby: Bridge
Unsere Berufe
Unsere Bridgesysteme
Unsere Gäste
Was ist Bridge?
Wo wohnen wir?

 

 
Bridge Center Zurich
Bridge at Zurich
Bridge links
Swiss Bridge-clubs
Best club-tournament Zurich
Jörg: Success at Bridge
Guestbook
Zürich
Table of contents
Our hobby Bridge
Bridge conventions
Latest news
Rumor and stories
Famous players CH
Swiss tournaments
Our jobs
Our systems
Ranking list CH
Results at Bridge
What is Bridge?

 

Die Eröffnungen „1 ©“ und „1 ª“:

 

Die Voraussetzungen zur Eröffnung 1 © / ª

 

 

Edelfarben eröffnen wir relativ agressiv. An erster und zweiter Position müssen sie durchaus solide sein, aber weil wir einerseits vom barragierenden Effekt profitieren können und man andererseits durchaus auch mal „4 ©“oder „4 ª“ mit zu wenig Punkten erfüllen kann, sind wir hier weniger zurückhaltend als bei der Eröffnung „1 ¨“. Das Minimum liegt bei unausgeglichen verteilten Händen bei 10 HP.

 

Grundsätzlich gilt aber auch hier: Öffnen Sie jede Hand, wenn Sie mindestens 12 HP haben. Besitzen Sie an erster und zweiter Stelle nur 11 HP, öffnen Sie immer, wenn Sie über mindestens 2½ Defensivstiche verfügen und die Wiederansage keine Schwierigkeiten bietet (egal was der Partner lizitiert). Wenn Sie nicht in allen Fällen eine Wiederansage haben, sollten sie über ein "pass" ernsthaft nachdenken.

 

Unausgeglichene Hände werden aber in der Edelfarbe agressiv eröffnet.

 

Öffnen Sie z.B. 1 ª mit         ª AKxxx        oder                ª AQxxxx

                                               © xx                                       © KJxx

                                               ¨ Axxx                                  ¨ xx

                                               § xx                                       § xx

 

Wichtig bei einem Entscheid, ob es sich um eine Eröffnung oder nicht handelt, sind insbesondere folgende Punkte:

-                     Die Punkte, die Sie besitzen

-                     Die Topstiche, die Sie besitzen

-                     Die Verteilung Ihres Blattes

Bei ausgeglichen verteilten Händen brauchen Sie für eine Eröffnung mehr HP als bei unausgeglichen verteilten Händen.

Was versteht man unter Topstichen? Wir verstehen darunter Figuren und Figurenkonstellationen, die sowohl beim Hand- als auch beim Gegenspiel rasch realisierbare Stiche versprechen.

Einige Beispiele: 

AK

à entsprechen zwei Topstichen

A

à entspricht einem Topstich

AQ

à entsprechen 1½  Topstichen

KQ

à entsprechen einem Topstich

K2

à entsprechen einem halben Topstich

Nochmals also im Sinne einer Zusammenfassung sei festgehalten: Eine Eröffnung an erster und zweiter Stelle verspricht entweder ein Minimum von 12 HP oder aber von 2½ Topstiche (2 davon in den "langen" Farben) und eine problemlose Wiederansage.

Das verändert sich bei Eröffnungen an dritter und vierter Stelle. Hier wird aus folgenden Gründen aggressiv eröffnet: 

-                     Der Partner, welcher an erster und zweiter Stelle ja bloss gute Hände eröffnet, muss geschützt werden.

-                     Den Gegnern soll das Leben erschwert werden. Deshalb eignen sich gerade Dritthanderöffnungen auch so hervorragend für „Bluffgebote“.

An dritter und vierter Stelle kann man auch 4er-Edelfarben eröffnen, wenn sie vernünftig gut sind. Einen kleinen praktischen Tip habe ich aber für Sie: Öffnen Sie 4er-Edelfarben nur mit einer schönen Farbe, da Sie nicht selten im 4-3 Trumpffit spielen werden (denn der Partner geht immer von einer 5er-Farbe bei Ihnen aus). Weiter soll Partners allfälliges Ausspiel ja auch nicht im Desaster enden. Man sollte diesen Bluff mit einer 4er-Farbe nur machen, wenn man nicht die Stärke von mindestens einer normalen Eröffnung hat. Ist Letzteres der Fall, eröffnen Sie völlig normal wie es das System vorsieht, um jederzeit den korrekten Kontrakt zu erreichen. 

Wenn Sie eine vernünftige 5er-Edelfarbe haben, empfehle ich Ihnen an dritter und vierter Position generell ab 9/10 HP zu eröffnen.

Allerdings muss man an vierter Stelle auch noch die "Pikregel" beachten. Zählen Sie Ihre HP zusammen und addieren Sie zum Ergebnis Ihre ª-Karten: Wenn Sie dann nicht mindestens 15 erhalten, sollten Sie passen (denn wir wollen ja nicht für den Gegner öffnen).

Hier noch zwei Beispiele von ª-Eröffnungen an dritter Stelle:

Beispiel 1

 

 

Beispiel 2:

 

 

Die Eröffnung kann noch schwächer sein

 

 

(Bitte passen, falls Sie nicht gewohnt sind,

im 4-3-Fit zu spielen.)

ª KJxxx

 

 

ª KJ10x

 

© 109x

 

 

© Qxx

 

¨ Kxx

 

 

¨ Kxx

 

§ Qx

 

 

§ K98

 

Generell überlegen Sie sich folgendes, bevor Sie mit einem schwachen Blatt an dritter Stelle eröffnen: Sind Sie in der Lage, eine vernünftige Ansage zu finden, wenn der Partner beispielsweise in Ihrer Kürze lizitiert?

Das Folgelizit nach 1 ©/ª - die ersten Ansagen:

Doch nun zum Folgelizit. Viele Ansagen zeigen einen Fit und umschreiben diesen detailliert.

"1 NT" wird nach Eröffnungen an erster und zweiter Stelle als forcierend für eine Runde gespielt. Die Ansage kann auch mit sehr starken Blättern, einem schönen Fit und einer noch nicht bekannten Chicane eingesetzt werden. Auch anch Eröffnungen an dritter und vierter Stelle ist die Ansage rundenforcing, ausser der Partner hat geblufft.

Weiter verwenden wir die modifizierten "Bergen-raises" (= Bergen-raises modified), „2 NT“ zeigt 13+ HP und einen Fit (àJacobi-Konvention“), weiter spielen wir nach Eröffnungen an dritter und vierter Stelle „Drury“, last but not least spielen wir „Splinter“, wobei wir unterscheiden können zwischen einem Singleton und einer Chicane.

 

Zuerst möchte ich auf die eigentlichen Fitansagen eingehen:

 

1 ©

1 NT:

Die Ansage verspricht 6+ HP und ist zumindest forcierend für eine Runde; sie wird auch mit starken Blättern (ab11 HP) und schönem Fit sowie einer noch nicht bekannten Chicane verwendet.

 

2 ©:

Nach 1./2. Hand: (4)5-8(9) HP, explizit 3er-©

Nach 3./4. Hand: 5-9(10) HP, 3-4 ©

 

2 ª:

Nach 3./4. Hand: Splinter ª, Herz-Fit, 9-11 HP

 

2 NT:

13+ HP, Fit Herz, forcing (ist zu alertieren; Achtung: Hat man schon gepasst, ist die Ansage natürlich, also SA-Verteilung, 11-12 HP)

 

3 §:

Nach 1./2. Hand Bergen-raises modified: 10-12 HP, 4er-© (alertieren)

Nach 3./4. Hand: 5+ §, Fit ©, 7-11 HP (alertieren)

 

3 ¨:

Nach 1./2. Hand Bergen-raises modified: 6-9 HP, 4er-© (alertieren)

Nach 3./4. Hand: 5+ Karo, Fit ©, 7-11 HP (alertieren)

 

3 ©:

Nach 1./2. Hand Bergen-raises modified: 0-5 HP, 4-5 © (alertieren)

Nach 3./4. Hand: 5er-©, barragierend, 6-10 HP

 

3 ª:

Fit, 12+ HP, Splinter (explizit Singleton nach Eröffnungen an 1./2. Stelle)

 

3 NT:

3er-©, 13-15 HP (sonst zuerst neue Farbe sagen!)

 

4 § / ¨:

Fit, 12+ HP, Splinter (explizit Singleton nach Eröffnungen an 1./2. Stelle)

 

4 ©:

Nach 1./2. Hand: 4-9 HP, 5er-©, oft hat man Singleton; oder aber 10+ HP/Eröffnung mit Fit (aber zu wenig für einen Schlemm bei einer maximalen Eröffnung); interveniert der Gegner nun, zeigt „Kontra“ des Eröffners, dass er an „4 ©“ glaubt, „Kontra“ des Antwortenden ist „Strafe“.

Nach 3./4. Hand: 4-9 HP, 6er-©

 

2 §:

nach 3./4. Hand: Drury, Fit mit 3+ Karten, Anfrage nach Stärke des Partners

 

Mit Fit in der eröffneten Edelfarbe und einer Chicane oder einem Singleton As sowie Schlemminteresse geht man über „1 NT – forcing“ und lizitiert danach den „Splinter“.

Fit kann aber auch folgendes Lizit zeigen:

 

1 ©

1 NT

Bedeutung der Ansage

2 § / ¨

2 ©:

6-10 HP, nur 2 Karten in ©

 

3 ©:

(9)10-12 HP, 3er-Fit in ©

 

Dies gilt aber nur nach Erst- und Zweithanderöffnungen, denn sonst verwendet man mit einem 3+ Kartenfit und 10+ HP die Konvention "Drury" (man sagt also mit einem schönen Fit (ab vier Karten) "2 §" respektive mit einem 3er-Fit „2 ¨“.).

 

1 ª

1 NT:

Die Ansage verspricht 6+ HP und ist zumindest forcierend für eine Runde; sie wird auch mit starken Blättern (ab11 HP) und schönem Fit sowie einer noch nicht bekannten Chicane verwendet.

 

2 ª:

(4)5-8(9) HP, explizit 3er-Pik (nach 3./4. Hand: 3-4 Pik, 5-9(10) HP)

 

2 NT:

13+ HP, Fit Pik, forcing (ist zu alertieren; Achtung: Hat man schon gepasst,

ist die Ansage natürlich, also SA-Verteilung, 11-12 HP)

 

3 §:

Nach 1./2. Hand Bergen-raises modified: 10-12 HP, 4er-Pik (alertieren)

Nach 3./4. Hand: 5+ Treff, Fit ª, 7-11 HP (alertieren)

 

3 ¨:

Nach 1./2. Hand Bergen-raises modified: 6-9 HP, 4er-Pik (alertieren)

Nach 3./4. Hand: 5+ Karo, Fit ª, 7-11 HP (alertieren)

 

3 ©:

Nach 1./2. Hand: 8 HP, 6+ ©, barragierend (alertieren)

Nach 3./4. Hand: Fit Pik, Splinter in ©, 9-11 HP

 

3 ª:

Nach 1./2. Hand Bergen-raises modified: 0-5 HP, 4-5 Pik (alertieren)

Nach 3./4. Hand: 5er-Pik, barragierend, 6-10 HP

 

3 NT:

3er-Pik, 13-15 HP (sonst zuerst neue Farbe lizitieren)

 

4 § / ¨:

Fit, 12+ HP, Splinter (explizit Singleton nach Eröffnungen an 1./2. Stelle)

 

4 ©:

Fit, 12+ HP, Splinter © (Singleton oder Chicane)

 

4 ª:

Nach 1./2. Hand: 4-9 HP, 5er-ª, oft hat man Singleton; oder aber 10+ HP/Eröffnung mit Fit (aber zu wenig für einen Schlemm bei einer maximalen Eröffnung); interveniert der Gegner nun, zeigt „Kontra“ des Eröffners, dass er an „4 ª“ glaubt, „Kontra“ des Antwortenden ist „Strafe“.

Nach 3./4. Hand: 4-9 HP, 6er-ª

 

2 §:

Nach 3./4. Hand: Drury, Fit mit 3+ Karten, Anfrage nach Stärke des Partners

 

 

Fit kann aber auch folgendes Lizit zeigen:

1 ª

1 NT

Bedeutung der Ansage

2 § / ¨ / ©

3 ª:

(9)10-12 HP, 3er-Fit in ª

 

Und nicht vergessen: Nach Eröffnungen an 3./4. Position: Drury verwenden! 

Nach einer Einladung mit Fit sollte man, wenn man sie annimmt, nicht einfach das volle Spiel ansagen, sondern mit Cue-bids oder Längenansagen zeigen, was man noch so hat. Ist man bereits auf Stufe 3, so verlangt "3 NT" eine Cue-bid-Sequenz (das will man mit einem Edelfarbenfit ja nicht mehr spielen), direkte Farbansagen sind demgegenüber natürlich (mit Interesse an mehr).

Das zeigt folgendes Beispiel: 

1 ª

3 §:

3 NT verlangt nun Cue-bids, 3 ¨ / 3 © / 4 § sind natürliche Ansagen. Auch

hier kann nun der Partner mit Cue-bids zeigen, dass ihm die zweite Farbe

ebenfalls gefällt.

Verbleiben diverse weitere Ansagen, die mit oder ohne Fit gemacht werden können.

1 ©

1 ª:

4+ Pikkarten, (5)6+ Punkte

 

1 NT:

à (5)6-11 (12) HP, nach 1. und 2. Handeröffnung rundenforcing (in der Praxis  hat man oft 2er-Herz, ist aber nicht zwingend); auch nach Eröffnungen an 3. oder 4. Stelle ist die Ansage rundenforcing, es sei denn, der Partner habe geblufft.

à Nach 1./2. Hand: 12+ HP, Fit, irgendwo hat man eine Chicane

 

2 §:

Nach 1./2. Hand: 11+ HP, 4+ Treff

Nach 3./4. Hand: Drury, Fit (Details vgl. unten)

 

2 ¨:

Nach 1./2. Hand: 11+ HP, 4+ ¨

Nach 3./4. Hand: 6-11 HP, passbar, 5+ ¨

 

2 ª:

Nach 1./2. Hand: 5-8 HP, 6er-ª, Misfit in ©, keine Qualitätsanforderung an die Farbe

 

3 NT:

Ausgeglichene Verteilung, 13-15 HP, verspricht 3er-Fit

 

4 NT:

As-Frage, fragt nach den 4 Assen (mit oder ohne Fit);

(5 As-Blackwood z.B. via “2 NT”)

 

1 ª

1 NT:

à (5)6-11 (12) HP, nach 1. und 2. Handeröffnung rundenforcing (in der Praxis hat man oft 2er-Herz, ist aber nicht zwingend); auch nach Eröffnungen an 3. oder 4. Stelle ist die Ansage rundenforcing, es sei denn, der Partner habe geblufft.

à Nach 1./2. Hand: 12+ HP, Fit, irgendwo hat man eine Chicane

 

2 §:

Nach 1./2. Hand: 11+ HP, 4+ Treff

Nach 3./4. Hand: Drury, Fit (Details vgl. unten)

 

2 ¨:

Nach 1./2. Hand: 11+ HP, 4+ ¨

Nach 3./4. Hand: 6-11 HP, passbar, 5+ ¨

 

2 ©:

Nach 1./2. Hand: 11+ HP, 5+ ©

Nach 3./4. Hand: 6-11 HP, passbar, 5+ ©

 

3 NT:

Ausgeglichene Verteilung, 13-15 HP, verspricht 3er-Fit

 

4 NT:

As-Frage, fragt nach den 4 Assen (mit oder ohne Fit);

(5 As-Blackwood z.B. via 2 SA)

 

Danach entwickelt sich das weitere Lizit - von Ausnahmen abgesehen - völlig natürlich.

Home Nach oben 1 Treff Precision 1 Karo Precision Edelfarben Precision 1 NT Precision 2 Treff Precision 2 Karo Precision 2 Herz Precision 

 

1 ©/ª - 1 NT forcing:

Spezielle Beachtung verdient die Ansage von "1 NT, welche nach Eröffnungen an erster und zweiter Stelle rundenforcing ist. Sie zeigt 6+ HP und kann mit diversen Händen verwendet werden, die man nicht anders lizitieren kann. In der Regel hat man 6-12 HP, mit Fit und einer Chicane kann man aber auch stärker sein. Auch nach Eröffnungen an dritter oder vierter Stelle bleibt im Prinzip alles identisch, aber der Partner darf nun auch passen, wenn er keine wirkliche Eröffnung hat.

 

Bedenken, die Ansage nicht natürlich zu spielen? Kein Problem, die Vorteile, die Ansage forcierend zu spielen, überwiegen bei weitem. Sie gibt Ihrem Lizit bedeutend mehr Flexibilität. Und achten Sie mal auf Folgendes: Spielt man nach einer Unterfarbeneröffnung „1 NT“, ist der Kontrakt oft solide, was nach Edelfarbeneröffnungen (speziell nach 1 ª) selten der Fall ist.

 

1 ©

1 NT

2 §:

11-15 Punkte, 3+ § (ev. 2er-§ mit 4-5-2-2, wenn die ©-Farbe nicht sehr schön ist)

2 ¨:

11-15 Punkte, 3+ ¨

2 ©:

11-15 Punkte, 6er-©

2 ª:

15 HP, 4er-ª, 6er-©, Revers

2 NT:

Nicht definiert

3 §:

15 HP, 4+ §, 6er-©

3 ¨:

15 HP, 4+ ¨, 6er-©

3 ©:

15 Punkte, sehr schöne 6+ ©

 

1 ª

1 NT

2 §:

11-15 Punkte, 3+ §

2 ¨:

11-15 Punkte, 3+ ¨

2 ©:

11-15 Punkte, 4+ ©

2 ª:

11-15 HP, 6er-ª

2 NT:

Nicht definiert

3 §:

15 HP, 4+ §, 6er-ª

3 ¨:

15 HP, 4+ ¨, 6er-ª

3 ©:

15 HP, 4+ ©, 6er-ª

3 ª:

15 Punkte, sehr schöne 6+ ª

 

Das Folgelizit ist nun weit gehend natürlich. Zu beachten ist aber Folgendes:

 

1 ©

1 NT

Bedeutung der Ansage

2 § / ¨

2 ¨:

6+ ¨, schwach, kein Fit in ©

 

2 ©:

6-10 HP, 2er-©

 

2 NT:

11-12 HP, ausgeglichene Verteilung

 

3 ©:

(9)10-12 HP, 3er-©

 

3 ª:

Chicane in ª, Fit in ©, 12+ HP

 

4 § / ¨:

Chicane in angesagter Farbe, Fit in ©, 12 + HP

 

 

1 ª

1 NT

Bedeutung der Ansage

2 § / ¨ / ©

2 ¨ / ©:

6+ Karten in angesagter Farbe, schwach, kein Fit in ª

 

2 ª:

6-10 HP, 2er-ª

 

2 NT:

11-12 HP, ausgeglichene Verteilung

 

3 ª:

(9)10-12 HP, 3er-ª

 

4 § / ¨:

Chicane in angesagter Farbe, Fit in ª, 12 + HP

 

4 ©:

Nach „2 ©“ zeigt „4 ©“ Fit und ist zum spielen

 

Beachten Sie weiter folgende Spezialität:

1 ª

1 NT

Bedeutung der Ansage

2 ©

3 NT:

Zum spielen

 

4 ©:

Fit in ©, 10(11) HP, Blatt hat sich aufgewertet, volles Spiel scheint möglich

 

Bei der ©-Farbe können wir keinen Unterschied zwischen Singleton- und Chicane Ansagen machen. (Sofern Sie keine Angst haben, dass Sie es vergessen, können Sie auch abmachen, dass „3 NT“ den ©-Fit zugibt, währedn „4 ©“ Chicane mit Fit ª ist).

 

 

1 © - 1 ª:

Nach der Sequenz „1 ©“ – „1 ª“ verläuft das Lizit weitgehend natürlich. Stellvertretend betrachten wir folgende Sequenz:

 

1 ©

1 ª

1 NT:

Ausgeglichen verteilt, 11-14/15 HP

2 §:

4+ Treff, 11-15 HP

2 ¨:

4+ Karo, 11-15 HP

2 ©:

11-15 HP, 6+ Herz, bei Minimum daneben 4er-Farbe möglich

2 ª:

11-15 Pte, 4 Pik, 5-6 ©

2 NT:

Nicht defniert

3 § / ¨:

15 HP, natürlich, 4+ Karten in angesagter Farbe, 6er-©

3 ©:

15 HP, sehr schöne 6+ ©

 

 

Wie man oben gesehen hat, wiederholt der Eröffner mit Minimum seine 6er-Farbe auch dann, wenn er daneben noch eine 4er-Farbe besitzt. Allenfalls zeigt er diese 4er-Farbe später:

 

 

1 ©

1 ª

2 ©

2 ª / NT / 3 §

3 ¨:

Minimum, 6er-©, 4er-¨

 

 

Erlauben Sie mir an dieser Stelle einen ganz wichtigen Hinweis: Man streitet mit seinem Partner während des Lizitierens nie um einen Teilkontrakt, wenn man gegenseitig keinen Fit hat. Ziel ist es in solchen Fällen, das Lizit so tief wie möglich zu stoppen!

 

 

1 ©

1 ª

2 §

2 © / 2 NT

3 §:

Lustige Verteilung, mindestens 5-5

 

 

Beachten Sie auch folgende etwas spezielle Sequenz:

 

 

1 ©

1 ª

Bedeutung der Ansage

1 NT

2 ¨:

6-9 HP, 4er-ª (5)6+ Karten in ¨, Canapé

 

 

Hat der Partner des ©-Eröffnenden „1 ª“ lizitiert und der Eröffner diese Ansage auf die Stufe 2 gehoben, verwenden wir positive Trial-bids.

 

 

Mit „starken“ Blättern (sprich mit 15 HP, 3er-Fit in der Partnerfarbe) darf der Eröffner ausnahmsweise in eine neue Farbe springen oder aber ein "Revers-Gebot" machen. Von einem "Revers" spricht man dann, wenn der Antwortende bereits auf Stufe 3 lizitieren muss, sofern er in die Eröffnungsfarbe zurückwechseln will.

 

 

Diese Sequenz ist wegen der genauen Limitierung selbstverständlich passbar.

 

 

1 ©

1 ª

2 ¨:

Mit 2 Karten in © und maximal 3 Karten in ¨ lizitiert der Antwortende nun „2 ©“ (ausser er sei sehr stark). Mit 2 Karten in © und 4 Karten in ¨ kann man mit 6-9 HP passen, mit 10-12 HP sollte man schon „3 ¨“ sagen!

 

 

Nochmals zu 6-4-Verteilungen:

 

1 ©

1 ª

2 ¨

2 ©

3 ©:

6-4 Blatt, nicht Minimum, z.B. ª Qx © AKJ10xx ¨ KQ10x § x

 

 

Speziell sind auch 5-5-Verteilungen. Hat man einen Doppelfit, sollte man in der schwächeren Farbe spielen:

 

ª AQ654

© A10874

¨ K2

§ 4

ª KJ7

© 652

¨ A94

§ 8753

 

1 ª - 2 ª

3 © - 3 ª

4 © - pass

Zum Lizit: „3 ©“ zeigt etwas in © und fragt um Unterstützung in ©. Der Partner lehnt mit „3 ª“ ab. „4 ©“ ist nun natürlich, man weiss nun, dass der Eröffner 5-5 ist.

 

Grundsätzlich sollte man, wenn der Partner zwei Farben zeigt, die erstgenannte als Trumpffarbe wählen. Bei einem Zweifärber mit mindestens 5-5 ist dies dann anders, wenn klar ist, dass der Partner seine Nebenfarbe verwerten muss. In solchen Fällen wählt man bei gleicher Länge - wie in unserem Beispiel - die weniger schöne Farbe als Trumpf . Da man zwei Figuren in ª, aber keine in © hat, passt man „4 ©“. In unserem Beispiel ist „4 ©“ nach §-Angriff problemlos erfüllbar, ein „ª-Kontrakt“ hingegen ist chancenlos. Man bringt die Nebenfarbe (©) nicht rechtzeitig hoch und wird mit § in der Trumpffarbe gekürzt.

Home Nach oben 1 Treff Precision 1 Karo Precision Edelfarben Precision 1 NT Precision 2 Treff Precision 2 Karo Precision 2 Herz Precision

 

Lizit nach Two over one:

Nach "Two over one" auf Eröffnungen an erster und zweiter Stelle spielen wir wie folgt:

 

Regel 1:

Alle Ansagen sind natürlich, aber Minimum, in der Regel 11-13 HP

Regel 2:

Mit 14-15 HP ist das volle Spiel in den meisten Fällen garantiert, da der

Antwortende in der Regel ja 11+ HP hat. Mit 14-15 HP sagt man einfach die

nächste Farbe an, was ein Relais ist. Einzige Ausnahme: Nach 1 ª - 2 ¨ ist „2 ©“ natürlich, stattdessen ist „2 ª“ ein Relais, welcher 14-15 HP zeigt.

 

Dieses Relais-System gibt uns einerseits eine enorme Flexibilität im Schlemmlizit, andererseits kann man schwache Hände sofort abschliessend beschreiben.

 

Zu den Details/einige Beispiele:

 

1 ª

2 §

Bedeutung der Ansagen

2 ¨:

 

Relais, 14-15 HP

2 ©:

 

5 ª, 4+ ©, 11-13 HP

2 ª:

 

6+ ª, 11-13 HP

2 NT:

 

12-12 HP, ausgegelichene Verteilung

3 §:

 

11-13 HP, 4+ § (in Ausnahmefällen 3er-Farbe mit Figur möglich)

3 ¨:

 

(4)5 ¨, 11-13 HP

3 ©:

 

11-13 HP, 6ª, 5 ©

3 ª:

 

Schöne 6-7 ª, 11-13 HP

3 NT:

 

14-15 HP, ausgegelichene Verteilung, wohl Singleton §

4 §:

 

5-5 ª-§, 12-13 HP (oder stärker), 5 As-Blackwood, mindestens Zweitrundenkontrollen in © und ¨

 

1 ª

2 ¨

Bedeutung der Ansagen

2 ©:

 

11-13 HP, 4+ ©, 5 ª

2 ª:

 

Relais, 14-15 HP

2 NT:

 

11-13 HP, ausgegelichene Verteilung

3 §:

 

11-13 HP, 4+ §

3 ¨:

 

4+ ¨, 11-13 HP (in Ausnahmefällen 3er-Farbe mit Figur möglich)

3 ©:

 

Schöne 5 ©, 11-13 HP

3 ª:

 

6-7 ª, akzeptable Farbe, 11-13 HP

3 NT:

 

14-15 HP, ausgegelichene Verteilung, wohl Singleton ¨

4 ¨:

 

5 As-Blackwood, mind. 5-5 ª-¨, 12-13 HP (oder stärker), Zweitrundenkontrollen in © und §  

 

 

1 ©

2 §

Bedeutung der Ansagen

2 ¨:

 

Relais, 14-15 HP

2 ©:

 

6+ ©, 11-13 HP

2 ª:

 

4 ª, 11-13 HP

2 NT:

 

11-12 HP, ausgegelichene Verteilung

3 §:

 

11-13 HP, 4+ § (in Ausnahmefällen 3er-Farbe mit Figur möglich)

3 ¨:

 

(4)5 ¨, 11-13 HP

3 ©:

 

Schöne 6-7 ©, 11-13 HP

3 ª:

 

11-13 HP, 5 ª, 6 ©

3 NT:

 

14-15 HP, ausgegelichene Verteilung, wohl Singleton §

4 §:

 

5-5 ©-§, 12-13 HP (oder stärker), 5 As-Blackwood mind. Zweitrundenkontrollen in ª und ¨

 

 

1 ©

2 ¨

Bedeutung der Ansagen

2 ©:

 

Relais, 14-15 HP

2 ª:

 

11-13 HP, 5+ ©, 4 ª

2 NT:

 

11-12 HP, ausgegelichene Verteilung

3 §:

 

11-13 HP, 4+ §

3 ¨:

 

4+ ¨, 11-13 HP, in Ausnahmefällen 3er-Farbe mit Figur möglich

3 ©:

 

Akzeptable 6-7 ©, 11-13 HP

3 ª:

 

5 ª, 6 © 11-13 HP

3 NT:

 

14-15 HP, ausgegelichene Verteilung. Wohl Singleton ¨

4 ¨:

 

5-5 ©-¨, 12-13 HP (oder stärker), 5 As-Blackwood, mindestens Zweitrundenkontrollen in ª u. §

 

 

Es verhält sich bei jeder „Two over one – Ansage“ (ohne Sprung) immer genau gleich. Einzige Ausnahme ist wie bereits erwähnt die Sequenz „1 ª - 2 ¨“, wo nun „2 ªRelais ist (denn „2 ©“muss man hier natürlich mit 11-13 HP spielen können).

1 ª

2 ©

Bedeutung der Ansagen

2 ª:

 

Relais, 14-15 HP

2 NT:

 

11-12 HP, ausgeglichene Verteilung

3 §:

 

11-13 HP, 4+ Treff

3 ¨:

 

4+ Karo, 11-13 HP

3 ©:

 

3+ Herz, 11-13 HP

3 ª:

 

Akzeptable 6-7 Pik, 11-13 HP

3 NT:

 

14-15 HP, ausgeglichene Verteilung, wohl Singleton ©

4 © :

 

Zum spielen

Wiederholt der Antwortende nach Eröffners forcierendem Relais seine Farbe, so hat er eine Idee gehabt und mit einem zu schwachen Blatt "Two over one" lizitiert. Diese Ansage kann nun gepasst werden. 

 

Ein Beispiel:

 

Eröffner

Antwortender

Bedeutung der Ansage

1 ©

2 §

 

2 ¨

3 §:

8-10 HP, 6+ Karten in §

 

Aus diesem Grund zeigt folgendes Lizit

 

Eröffner

Antwortender

Bedeutung der Ansage

1 ©

1 NT

 

2 ¨

2 §:

6-7 HP, 6+ Karten in §

 

Nach dem forcierenden Relais des Eröffners entwickelt sich das Lizit wie folgt:

Alle Ansagen ausser dem nächsten Relais in die nächste Farbe sind natürlich. Hat der Antwortende hingegen nichts spezielles zu zeigen und möchte er lieber hören, was der Partner hat, so lizitiert er einfach die nächste Farbe, was Relais ist und weiter anfragt. Lizitiert er „Sans Atout“, so hat er die Farbe, in der der Eröffner den Relais machte.

 

 

Zum Beispiel:

 

1 ©

2 §

Bedeutung der Ansage

2 ¨

2 ©:

Relais, tendenziell ausgeglichen verteiltes Blatt, der Partner soll

zeigen, was er hat

 

2 ª:

Natürlich

 

2 NT:

Habe Relaisfarbe, also Karo und ein eher regelmässiger Blatt

 

3 § / ¨ / ©:

Natürlich („3 ¨“ zeigt dabei ein eher unregelmässiges Blatt)

 

 

Auch nach dem zweiten Relais zeigt man diese Farbe mit einem „Ohne-Gebot“. Zur Illustration gleich nachfolgendes Beispiel:

 

1 ª

2 §

2 ¨ (Relais)

2 © (Relais)

2 NT :

Ich habe neben meinen 5 Karten in Pik auch noch mindestens 4 Herz-Karten

 

Nicht vergessen: Hat der Partner an dritter oder vierter Stelle „1 ª“ oder „1 ©“ eröffnet, so ist die Ansage „2 §“ „Drury“, weiter sind hier „two over one“ Ansagen schwach (sonst hätte man ja eröffnet!). Damit entfällt die eben dargestellte Konvention nach „two over one“, das Lizit verläuft natürlich.

 

Nach der Anwendung dieser Konventionen ist das weitere Lizit völlig natürlich.

 

 

Drury

 

Bekanntlich eröffnen wir an dritter und vierter Stelle agressiv. Weiter kann man hier in Ausnahmefällen durchaus auch einmal ein Bluffgebot versuchen. Daher ist es unabdingbar, nach Edelfarbeneröffnungen eine Konvention zu spielen, mit welcher festgestellt werden kann, ob der Partner nun wirklich eine gute Eröffnung hat oder nicht.

 

Deshalb gilt folgendes:

 

Wurde 1 in einer Edelfarbe an dritter oder vierter Stelle eröffnet, spielen wir "Drury". Die Ansage von „2 §“ fragt daher nach der Eröffnungsstärke. Die Anfrage wird mit Händen von 10-12 HP gemacht und zeigt mindestens einen 3-Kartenfit.

 

Hat der Eröffner eine normale Eröffnung (oder sogar eine gute Eröffnung), so zeigt er dies beim natürlichen Drury in natürlicher Weise, mit einer natürlichen, beschreibenden Ansage. Die Wiederholung der Eröffnungsfarbe verneint weiteres Interesse.

 

 

pass

Bedeutung der Ansagen

1 ©

2 §

 

2 ©:

 

Schwach, maximal 12 HP

 

 

pass

Bedeutung der Ansagen

1 ª

2 §

 

2 ª:

 

Schwach, maximal 12 HP

 

Lizitiert der Antwortende jetzt 3 §, ist er schwach und hat eine lange Treff. Dies ohne Fit in der Eröffnungsfarbe. Mit einer solchen hand sollte man aber eher den Weg über „1 NT“ wählen, da man ein Problem hat, wenn der Eröffner auf „2 §“ mit „3 ©“ antwortet.

 

Alle anderen Ansagen ausser der Wiederholung der Eröffnungsfarbe nach Drury sind natürlich und zeigen eine schöne Eröffnung, also 13+ HP und mind. 5 Karten in der Eröffnungsfarbe. Das nachfolgende Lizit ist natürlich.

 

 

Zur Sicherheit noch ein detailliertes Beispiel:

 

 

pass

1 ©

2 § (Drury)

2 ¨:

13+ HP, 4+ ¨

2 ©:

Keine Eröffnung, ev. Bluffgebot

2 ª:

13+ HP, 4+ ª

2 NT:

13-14 HP, ausgeglichene Verteilung

3 §:

13+ HP, 4+ §

3 ©:

13+ HP, schöne 5er-©

4 ©:

Lange ©, zum spielen (auch wenn Partner keinen Fit hat)

 

Hat der Gegner kontriert, ist nach Dritt- und Vierthanderöffnungen in einer Edelfarbe

Rekontra „Drury“.

 

Passt der zweite Gegner, kann man mit drei oder vier Karten in der Eröffnungsfarbe passen.

 

Lizitiert man später wieder, hat man zumindest punktemässig eine Eröffnung. Mit 5 Karten

und Minimum sagt man 2 in der Eröffnungsfarbe. Die restlichen Ansagen sind wiederum

natürlich (mindestens Qxx) und zeigen eine gute Eröffnung (oder mehr).

 

Spricht der zweite Gegner nach Partners Rekontra ebenfalls, zeigt die Ansage der

Eröffnungsfarbe wiederum Schwäche und 5 Karten in der Eröffnungsfarbe. Pass zeigt

ebenfalls eher Schwäche, weiter aber, dass man nur 3 oder 4 Karten in der Eröffnungsfarbe

besitzt. Kontra ist demgegenüber Strafvorschlag. Die restlichen Ansagen sind

wiederum natürlich (mindestens Qxx) und zeigen eine gute Eröffnung (oder

mehr).

 

 

Home Nach oben 1 Treff Precision 1 Karo Precision Edelfarben Precision 1 NT Precision 2 Treff Precision 2 Karo Precision 2 Herz Precision 

1 © - 2 ª:

Der Sprung in „2 ª“ nach „1 ©“ (1. und 2. Position) zeigt 5-8 HP und 6 Pik-Karten, weiter einen Misfit in © (in der Regel ein Singleton oder eine Chicane, maximal aber ein Doubleton).

 

Das hat auch gewisse weitere Auswirkungen:

1 ©

1 ª

 

1 NT

2 ª:

5er-ª, 6-9 HP (ev. schlechte 6er-ª)

 

1 ©

1 ª

 

2 §/¨/©

2 ª:

6er-ª, 9-10 HP

 

3 ª:

6er-ª, 11-12 HP

 

 

Roudi / Magister:

 

Nach der Eröffnung "1 ©" verwenden wir bei Bedarf wie nach Unterfarbeneröffnungen die Konvention "Roudi", welcher der leider Ende 2001 verstorbene französische Spitzenspieler Roudinescu nach sich benannt hat (allerdings erhebt auch der polnische Spieler Magister den Anspruch, die Konvention erfunden zu haben).

 

1 ©

1 ª

1 NT

2 § (Roudi, Anfrage nach Stärke und Verteilung)

2 ¨:

11-13 HP, 2er-ª

2 ©:

14-15 HP, 3er-ª

2 ª:

11-13 HP, 3er-ª

2 NT:

14-15 HP, 2er-ª

3 § :

14-15 HP, 3er-ª, schöne Werte in §

3 ¨ :

14-15 HP, 3er-ª, schöne Werte in ¨

 

Und nicht vergessen: Als Folge des Roudi ist im folgenden Beispiel „2 NT“ ein Transfer für § (zeigt ein schwaches Blatt mit einer 6er-§ nebst der bereits gezeigten 4er-ª):

 

1 ©

1 ª

Bedeutung der Ansage

1 NT

2 NT:

Transfer §

 

Verwendet man die Konvention Roudi, hat dies weitere Konsequenzen:

 

Der Sprung des Antwortenden in seiner Farbe auf die Stufe 3 zeigt mindestens 6 Karten und Schlemminteresse.

 

1 ©

1 ª

Bedeutung der Ansage

1 NT

3 ª:

6+ Karten in ª, 16+ HP, Schlemminteresse

 

Hat man demgegenüber eine 6er-ª und 11-12 HP, möchte also bloss zum vollen Spiel einladen, geht man über „Roudi“. Dort erfährt man alles, was man wissen will.

 

1 ©

1 ª

Bedeutung der Ansage

1 NT

2 §

 

2 NT

3 ª:

6er-ª, einladend, Problem in der Qualität der ª-Farbe, es braucht einen schönen Doubleton ª beim Partner

 

Auch der Sprung in eine neue Farbe oder in die Farbe des Eröffners hat eine spezielle Bedeutung, zeigt nämlich explizit einen Zweifärber (mindestens 5-5).

 

1 ©

1 ª

 

1 NT

3 §:

13+ HP, 5 ª, 5 §

 

3 ¨:

13+ HP, 5 ª, 5 ¨

 

3 ©:

13+ HP, 5 ©, 5+ ª

 

Hat man 13+ HP, aber nur 4 Karten der zweiten Farbe, lizitiert man zuerst “Roudi” und danach die Farbe in natürlicher Art und Weise.

 

 

 Home Nach oben 1 Treff Precision 1 Karo Precision Edelfarben Precision 1 NT Precision 2 Treff Precision 2 Karo Precision 2 Herz Precision

 

Der Eröffner hat ein Blatt 6-4:

Immer wieder wird die Frage gestellt, ob man bei Verteilungen 6-4 als Eröffner zuerst die zweite Farbe zeigen soll oder es besser sei, die 6er-Farbe zu wiederholen. Nun, normalerweise zeigt man zuerst auch noch die zweite Farbe. Bei minimalen Eröffnungen (10-12/13 HP) hingegen wiederholt man zuerst die 6er-Farbe und zeigt die 4er-Farbe später, falls man zu einem weiteren Gebot die Gelegenheit erhält.

 

„Unlogische“ Sprünge:

Macht der Eröffner nach der Partnerantwort einen unlogischen Sprung, zeigt dies Fit in der Partnerfarbe und eine Chicane in der lizitierten Farbe. Wieso eine Chicane? Nur dies ist mit einem limitierten Blatt sinnvoll.

 

Beispiel:

 

1 ©

1 ª

4 §:

Chicane §, guter Fit in ª

4 ¨:

Chicane ¨, guter Fit in ª

 

1 © / ª      -        2 NT:

Den direkten Sprung auf "2 NT" nach der Edelfarbeneröffnung spielen wir als zum vollen Spiel forcierende Ansage im Fit (Jacobi-Konvention).

 

Dies aber nur nach Eröffnungen an erster und zweiter Stelle und nur dann, wenn der Gegner nicht interveniert (in diesen beiden Fällen ist "2 NT" natürlich, zeigt ein ausgeglichen verteiltes Blatt, 11-12 HP und nach einer Gegnerintervention mindestens 1½ Stopper in dessen Farbe).

 

Um die Ansage machen zu können braucht es einen 4-Kartenfit mit einer hohen Figur oder einen 3-Kartenfit und zwei hohe Figuren. 

1 ©

2 NT (Fit ab 13 HP)

3 §:

Singleton oder Chicane  §

3 ¨:

Singleton oder Chicane ¨

3 ©:

15 HP, spielstarkes Blatt (knapp unter „1 §“), keine Kürze (Singleton oder Chicane im Blatt)

3 ª:

Singleton oder Chicane in ª

3 NT:

Ausgeglichene Verteilung, 12-14 HP

4 § / ¨:

Natürlich, in der Regel schöne Farbe mit (4)5 Karten

4 ©:

Minimum

 

1 ª

2 NT (Fit ab 13 HP)

3 §:

Singleton oder Chicane §

3 ¨:

Singleton oder Chicane ¨

3 ©:

Singleton oder Chicane ©

3 ª:

15 HP, spielstarkes Blatt (knapp unter „1 §“), keine Kürze (Singleton oder Chicane im Blatt)

3 NT:

Ausgeglichene Verteilung, 12-14 HP

4 § / ¨/ ©:

Natürlich, in der Regel schöne Farbe mit (4)5 Karten

4 ª:

Minimum

 

 

Danach geht das Lizit natürlich weiter, in Regel folgen Cue-bids. Beachten Sie übrigens an dieser Stelle folgende Regel: Interveniert ein Gegner nach einer konventionellen Ansage (wie hier nach "2 NT"), so lizitieren wir nach wie vor das, was wir eigentlich ansagen wollten. Ist uns unsere Ansage durch die Intervention verunmöglicht worden, passen wir einfach.

 

Interventiert der Gegner nach „1 © - 2 NT“ respektive „1 ª - 2 NT“, so verwenden wir genau die gleichen Ansagen wie ohne die Intervention. „Pass“ zeigt, dass man seine Ansage nicht mehr machen kann, „Kontra“ ist Stafvorschlag.

 

 

 

Und noch dies:

Etwas speziell weiter das Lizit nach der Wiederholung der eigene Farbe auf Stufe 3: 

Eröffner

Antwortende

Bedeutung der Ansagen

1 ©

1 ª

 

3 ©

3 ª:

5+ Karten in ª, forcing bis „3 NT“

 

Dies gibt uns die notwendige Felxibilität, den richtigen Endkontrakt zu finden. Anaolges gilt übrigens auch nach der ¨-Eröffnung.

 

 Home Nach oben 1 Treff Precision 1 Karo Precision Edelfarben Precision 1 NT Precision 2 Treff Precision 2 Karo Precision 2 Herz Precision

 

 

Eröffnung 1 in Farbe à zur Repetition spezielle Situationen:

 

Es gibt immer wieder spezielle Sequenzen, die man forcing oder nicht forcing spielen kann. Einige sind nachfolgend dargestellt.

 

1 ¨

1 ª

2 ª

3 ¨

 

Eine Sequenz Unterfarbe-Oberfarbe-Oberfarbe-Unterfarbe ist wegen des Doppelfits forcierend zum vollen Spiel.

 

1 ª

2 §

3 §

3 ª

 

Eine Sequenz Oberfarbe-Unterfarbe-Unterfarbe-Oberfarbe ist forcing und zeigt Schlemminteresse; neue Farben sind nun Cue-bids.

 

1 ¨

1 ª

2 ©

3 ¨

 

Diese Sequenz ist forcierend (mit schwachen Blättern lizitiert man "2 NT" statt "3 Treff").

 

1 ª

2 in einer Farbe X

3 in der Farbe X

 

 

3 X ist passbar (nur Relais ist forcing!)

 

1 ª

2 §

2 ©

3 ©

 

Hier ist „3  ©“ nur einladend, mit einem stäkeren Blatt verwendet man die vierte Farbe (welche zum vollen Spiel forciert) oder schliesst mit "4 ©" ab.

 

1 ª

2 §

2 ©

2 ª

 

"2 ª" ist nur eine Korrektur und verspricht weder einen Fit noch ist es forcing.

 

1 ª

2 §

2 ©

3 ª

 

"3  ª" ist nur einladend (sonst lizitiert man zuerst die vierte Farbe oder schliesst mit  "4 ª" ab).

1 ¨

1 ©

1 NT

3 ©

Ein Sprung auf Stufe 3 in die eigene Farbe ist nach einem NT-Gebot immer forcing und zeigt mindestens eine schöne 6er-Farbe und Schlemminteresse.

1 ¨

1 ©

1 NT

3 ¨

Ein Sprung nach einem NT-Gebot auf Stufe 3 in die Eröffnungsfarbe zeigt einen schönen 5er-Fit und Interesse am Schlemm (sonst geht man via "Roudi").

Haben wir "one over one" lizitiert und interveniert nun der Gegner auf Niveau 1, 2 oder 3, so ist unser Kontra negativ; à es verspricht eine 3er-Unterstützung in der Farbe des Antwortenden („Support-Double“).

 

Haben wir "two over one" lizitiert und interveniert nun der Gegner auf Niveau 2, so ist unser Kontra strafend.

Haben wir "1 in Farbe" eröffnet und interveniert der Gegner, so sind Ansagen im Doppelsprung Splinter (und zeigen Fit):

Wir

Gegner 1

Wir

Bedeutung der Ansage

1 ª

2 ¨

4 ¨:

Splinter ¨

 

 

4 ©:

Splinter ©

 

 

5 §:

Splinter §

 

 

5 ¨:

Frage nach Zweitrundenkontrolle in Karo

 

Home Nach oben 1 Treff Precision 1 Karo Precision Edelfarben Precision 1 NT Precision 2 Treff Precision 2 Karo Precision 2 Herz Precision 

 

Copyright by Dr. Jörg Zinsli & Marie-Louise Zinsli, Schweiz