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Die Begriffe im Wett-Kampfsport Bridge

 

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Alert

Ein Hinweis, der darauf hinweisen soll, dass die Gegner möglicherweise eine Erklärung benötigen. Seine Form kann durch einen veranstaltenden Verband festgelegt werden.

Alleinspieler

Der Spieler, der für die Seite, die das abschliessende Gebot abgibt, als erster ein Gebot in der Denomination dieses Endgebotes abgegeben hat. Er wird Alleinspieler, sobald das erste Ausspiel aufgedeckt wird.

Wird von der falschen Seite her ausgespielt, kommt Artikel 54 A zur Anwendung.

Ansage

Als Ansagen bezeichnet man jedes Gebot, weiter Kontra, Rekontra oder Pass.

Ausspiel

Die erste zu einem Stich gespielte Karte.

Berichtigter Score

Ein vom Turnierleiter nach eigenem Ermessen zuerkannter Score (Details sind geregelt in Artikel 12). Er ist entweder "künstlich" oder "zugewiesen".

  1. Ein künstlicher berichtigter Score wird anstelle eines anderen Ergebnisses zuerkannt, weil in einer bestimmten Teilung kein Ergebnis erzielt oder geschätzt werden kann (wenn z.B. eine Regelwidrigkeit das Spielen eines Boards verhindert).
      

  2. Ein zugewiesener berichtigter Score wird einer oder beiden Seiten als das Ergebnis einer Teilung zuerkannt, das das tatsächliche nach einer Regelwidrigkeit erzielte Ergebnis ersetzt.

Berichtigung

Eine Korrektur, die den Zweck hat, dass nach einer Regelwidrigkeit die Reizung respektive das Spiel so normal wie mvglich fortgesetzt werden kvnnen.

Bluff / Bluffgebot

Eine Ansage, bei der die Punktstärke oder Farblänge vorsätzlich (extrem) falsch dargestellt wird.

Board

  1. Ein in einem Turnier verwendetes Etui mit Karten (beschrieben in Artikel 2 des Turnierreglementes).
      

  2. Die vier Hände (also 4 mal 13 Karten), die gemäss ursprünglicher Verteilung in ein Board/Etui gesteckt werden, um während des Durchganges von verschieden Teilnehmern gespielt zu werden.

Denomination

Die Farbe oder Sans-Atout, die in einem Gebot benannt wird.

Dummy, Tisch

  1. Der Partner des Alleinspielers. Er wird zum Dummy, wenn das erste Ausspiel aufgedeckt wird.
      

  2. Die Karten des Partners des Alleinspielers, sobald sie nach dem ersten Ausspiel auf dem Tisch ausgebreitet werden.

Durchgang

Ein ausgedehnter Spielabschnitt, während dessen geplant ist, eine vom veranstaltenden Verband oder vom Turnierorganisator festgelegte Anzahl von Boards zu spielen.

Erstes Ausspiel

Die zum ersten Stich ausgespielte Karte.

Expertenpunkte

Eine spezielle Art von klassierungsrelevanten Werten, die nur bei ausgesuchten nationalen Turnieren in der Schweiz gewonnen werden können.

Faller / Down

Jeder Stich, um den die Seite des Alleinspielers die Erfüllung des Kontraktes verfehlt (siehe hierzu auch Detailinformationen in Artikel 77 des Turnierreglementes).

Farbe

Eine der vier Gruppen von Karten im Kartenpaket; jede Gruppe enthält dreizehn Karten und hat ein bezeichnendes Symbol: "Schuffla" oder Pik, Herz oder Coeur, "Ecka" oder Karo, "Krüz" oder

Treff.

Farbe bekennen

Das Zugeben einer Karte der ausgespielten Farbe.

Figur

Jedes As, jeder König, jede Dame, jeder Bube oder jede Zehn.

Gebot

Die Verpflichtung, mindestens eine bestimmte Anzahl von Stichen über dem Buch in einer bestimmten Denomination zu gewinnen.

Gefahrenlage

Die Bedingungen, nach denen Prämien und Verlustpunkte für Faller berechnet werden (für Details vergleiche auch Artikel 77 des Turnierreglementes)

Gegenspieler

Ein Gegner des Alleinspielers.

Gegner

Ein Spieler der anderen Seite; ein Mitglied der Partnerschaft, gegen die man spielt.

Grüne Punkte

Klassierungsrelevante Werte, die bei nationalen Turnieren f|r Erfolge in einzelnen Sitzungen oder an Klubturnieren in der Schweiz gewonnen werden können.

Vier grüne Punkte ergeben einen roten Punkt.

Hand

Die ursprünglich einem Spieler ausgeteilten Karten oder deren verbleibender Rest.

Internationaler Match-Punkt

Eine Scoreeinheit, die gemäss einer speziell definierten Tabelle der World Bridge Federation (WBF) zuerkannt wird.

Kartenpaket

Die 52 Spielkarten, mit denen Kontraktbridge gespielt wird.

Kontra

Eine nach einem gegnerischen Gebot gemachte Ansage, die den Score-Wert erfüllter oder geschlagener Kontrakte erhöht (Details finden sich in den Artikeln 19 und 77 des Turnierreglementes).

Kontrakt

Die von der Seite des Alleinspielers eingegangene Verpflichtung, in der genannten Denomination die im abschliessenden Gebot angegebene Anzahl von Stichen

über dem Buch zu gewinnen, sei es unkontriert, kontriert oder rekontriert.

Konvention

Eine Ansage, die aufgrund einer Partnerschaftsübereinkunft eine andere Bedeutung hat als gemeinhin angenommen wird. Man weicht also vom "natürlichen System" ab. Eine blosse Vereinbarung

über die Gesamtstärke eine Ansage gilt nicht als konventionell.
  

Ein Spiel eines Gegenspielers, das dazu dient, eine bestimmte Bedeutung eher aufgrund einer Partnerschaftsvereinbarung als durch logischen Rückschluss zu übermitteln.

Linker Gegner

Der Gegner links vom Alleinspieler.

Match-Punkt

Eine Scoreeinheit, die einem Teilnehmer als Ergebnis eines Vergleichs mit einem oder mehreren Scores zuerkannt wird.

Partner

Der Spieler, mit dem man als eine Seite gegen die beiden anderen Spieler spielt.

Pass

Eine Ansage, die zum Ausdruck bringt, dass ein Spieler in der gegenwärtigen Bietrunde weder ein Gebot abgeben noch kontrieren oder rekontrieren will.

Prämie

Alle erzielten Wertungspunkte, die nicht Stich-Wertungspunkte sind.

Rechter Gegner

Der Gegner rechts vom Alleinspieler.

Regelwidrigkeit

Eine Abweichung von den in diesen Regeln beschriebenen korrekten Verfahrensweisen.

Reihe

Der korrekte Zeitpunkt, in welchem ein Spieler ansagen oder spielen darf.

Reihenfolge

Die Folge im Uhrzeigersinn, in der das Teilen und das Recht, anzusagen oder zu spielen, fortschreitet.

Reizung

  1. Der Vorgang, durch den der Kontrakt mittels aufeinander folgender Ansagen ermittelt wird.
      

  2. Die Gesamtheit der gemachten Ansagen.

Rekontra

Eine Ansage nach einem gegnerischen Kontra, die den Score-Wert erfüllter oder geschlagener Kontrakte erhöht.

Revoke

Das Spiel einer Karte einer anderen Farbe durch einen Spieler, der in der Lage ist, Farbe zu bekennen oder einer Ausspielstrafe Folge zu leisten.

Rote Punkte

Klassierungsrelevante Werte, die bei nationalen Turnieren in der Schweiz gewonnen werden können.

Runde

Der Teil eines Durchganges, der ohne Platzwechsel stattfindet.

Schlemm

Ein Kontrakt, um sechs Stiche (Kleinschlemm genannt) oder sieben Stiche (Grossschlemm genannt) über dem Buch zu gewinnen.

Seite

Zwei Spieler, die eine Partnerschaft gegen die beiden anderen Spieler bilden.

Spiel

  1. Die Zugabe einer Karte aus der eigenen Hand zu einem Stich, einschliesslich der ersten Karte, die Ausspiel genannt wird.
      

  2. Die Gesamtheit der gemachten Zugaben.
      

  3. Der Zeitraum, während dessen die Karten gespielt werden.
      

  4. Die Gesamtheit der Ansagen und Spiele in einem Board.

Stich

Die Einheit, durch die das Ergebnis des Kontraktes bestimmt wird. Ein regulärer Stich besteht aus vier Karten, von denen, beginnend mit dem Ausspiel, nacheinander im Uhrzeigersinn von jedem Spieler eine zugegeben wird.

Stich-Punkte

Ergebnispunkte, die der Seite des Alleinspielers für die Erfüllung des Kontraktes gutgeschrieben werden.

Stich über dem Buch

Jeder Stich, den die Seite des Alleinspielers |ber den sechsten Stich hinaus gewinnt.

Team

Zwei oder mehr Paare, die in verschiedenen Richtungen an verschiedenen Tischen, aber zur Erzielung eines gemeinsamen Ergebnisses spielen (die jeweils anwendbaren Durchführungsbestimmungen

können Teams mit mehr als vier Spielern zulassen).

Teilkontrakt

90 oder weniger in einer Teilung erzielte Stich-Punkte.

Teilnehmer

In einem Individualturnier ein Spieler; in einem Paarturnier zwei als Partner während des gesamten Turniers spielende Spieler; in einem Teamturnier vier oder mehr als zusammengehöriges Team spielende Spieler.

Teilung

  1. Die Verteilung des Kartenpakets zur Bildung der Hände der vier Spieler.
      

  2. Die so verteilten Karten als Einheit betrachtet, einschliesslich Reizung und Spiel derselben.

Tisch

  1. Der Partner des Alleinspielers. Er wird zum Dummy, wenn das erste Ausspiel aufgedeckt wird.
      

  2. Die Karten des Partners des Alleinspielers, sobald sie nach dem ersten Ausspiel auf dem Tisch ausgebreitet werden.

Trumpf

Jede Karte einer im Kontrakt gegebenenfalls benannten Farbe.

Turnier

Ein aus einem oder mehreren Durchgängen bestehender Wettbewerb.

Turnierleiter

Eine Person, die mit der Leitung eines Bridgeturniers und der Anwendung dieser Regeln betraut ist.

Überstich

Jeder Stich, den die Seite des Alleinspielers über den Kontrakt hinaus erzielt.

Vollspiel

100 oder mehr in einer Teilung erzielte Stich-Punkte.

 

 

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Copyright by Dr. Jörg Zinsli & Marie-Louise Zinsli, Schweiz